Sonntag, 18. Oktober 2015

*Rezi* Aller Anfang ist Hölle (Die Dämonenfängerin 1)

STECKBRIEF
Name: Aller Anfang ist Hölle (Die Dämonenfängerin 1)
Autor: Jana Oliver
Verlag: Fischer
Preis: 9,99€ (broschiert)
Seitenanzahl: 560 Seiten
 
INHALT
"Die Hölle ist leer, und alle Teufel sind hier."
 
Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen.

Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.
 
MEINE MEINUNG
Zum Cover: Es ist... okay. Ich mein' die Farben sind schon schön und alles, aber 100%-ig gefallen tut es mir nicht.
Zum Inhalt: Wie ich schon in meinem Gemeinsam Lesen Post gesagt habe, hatte ich ein paar Probleme mit diesem Buch.
Der Anfang war eigentlich ja noch ganz okay und klar, ein bisschen verwirrt war ich schon, aber ich dachte mir, dass das schon noch aufgeklärt wird, so wie in anderen Büchern auch.
Aber plötzlich ging mir alles viel zu schnell. Irgendwie folgen in einem Tag (oder so ähnlich?) so viele Ereignisse aufeinander, die vor allem auch sehr wichtig sind, dass dieser Auftrag in der Bibliothek, der im Klappentext schon als sehr wichtig befunden wird, sehr in den Hintergrund rückt und vielleicht nach 400 Seiten noch einmal zu Wort kommt, aber das war's auch dann schon.
Nach dieser Phase ging es dann wieder nur noch schleppend voran, irgendwie geschah nicht so wirklich etwas und das hielt sich auch so bis zu dem letzten 70 Seiten. Hin und wieder passierte schon etwas, aber das war dann auch wieder kurz und nur am Rande.
Was mich am meisten gestört hat, war die Protagonistin Riley. Ich hatte noch nie eine Protagonistin, die mir so auf die Nerven ging, am liebsten hätte ich ihr ab und zu eine runtergehauen. Das fing schon bei ihrem Charakter an. Klar, kann man es als positiv betrachten, so eine toughe Protagonistin zu haben, aber sie war einfach nicht für mich authentisch, ihre Gefühlsausbrüche kamen gefühlt immer aus dem Nirgendwo und ohne ersichtlichen Grund. Was mich auch nervte, war ihr Verhalten Beck gegenüber. Da sagt sie erst noch, vielleicht ist er gar nicht so schlimm und in der nächsten Zeile springt sie ihn schon wieder wütend an. Oder er sagt einfach einen ganz normalen Satz, der gar nicht böse gemeint ist, und sie tickt einfach aus. Ja, die Situation mit Beck war eindeutig das Schlimmste.
Was das Fass dann noch zum Überlaufen brachte, war der Schreibstil und die Übersetzung.
Ich meine, ich kann ja verstehen, dass man manche englische Begriffe beibehält, aber irgendwann reicht es auch mal. Es ist zwar ein Südstaat, aber muss man deswegen IMMER die Charaktere mit 'Yeah' statt 'Ja' antworten lassen, selbst wenn es überhaupt nicht vom Kontext her passt?!
Und der Schreibstil. Manchmal kam es mir so vor, als würde die Autorin einfach nur gelangweilt die Umgebung beschreiben, zum Beispiel wenn Riley Leute sieht. Dann wird erstmal haargenau beschrieben was die Person trägt, obwohl das überhaupt nicht wichtig in Hinsicht auf die Handlung ist.
Und dann war da noch die übertrieben gehäufte Verwendung von einigen Worten. Ich kann kaum zählen wie oft die Wörter "Obszönitäten", "Bluejeans" und der Satz "Er/Sie spie aus." (statt er spuckte vor sich hin, also nicht im Sinne vom Kotzen; bis ich das erstmal verstanden hatte, hat es gefühlt ewig gedauert) sodass ich innerlich immer gestöhnt hab, sobald eines der Worte mal wieder fiel.
Das, was es für mich noch ein bisschen rausgerissen hat, war der Schluss, weil der echt gut geschrieben war, aber sonst kann ich nur sagen, dass das Buch eine einzige Enttäuschung für mich war. (Und sorry, falls ich mich ein bisschen sehr darüber aufgeregt habe, ich musste hier einfach mal meinen Frust rauslassen)
 
Fazit: Leider einfach nicht mein Fall. Einer von fünf Sternen. 
 

LG SweetSummernights♥♥

Kommentare:

  1. Hey ho,
    Schade, dass es dir so ging. Ich bin da total anderer Meinung, also zumindest war ich das, als ich das Buch damals gelesen habe. Ich habe inzwischen die ganze Reihe beendet und mochte sie echt gerne, aber da sieht man wirklich mal, was für krasse Unterschiede es im Empfinden von Menschen gibt:)

    Tedddy<3

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    1. Ich hae auch schon einige Rezensionen gelesen, bei denen das Buch überdurchschnittlich gut bewertet wurde... Ich denke einfach, das Buch ist nicht für jeden was :)

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