Dienstag, 25. Oktober 2016

*Rezi* Wie viel Leben passt in eine Tüte?

STECKBRIEF
Name: Wie viel Leben passt in eine Tüte?
Autor: Donna Freitas
Verlag: dtv
Preis: 8,95€ (broschiert)
Seitenanzahl: 400 Seiten

INHALT
"Denn mein Herz, das in meinem eigenen, lebendigen Körper schlug, gehörte nur ihm." 
Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Papiersterne – das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift Roses Survival Kit, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk ihrer Mutter und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein und jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen, für den sie schon bald mehr empfindet als bloße Freundschaft.

MEINE MEINUNG
Zum Cover: Es ist sehr, sehr schlicht, deswegen finde ich es okay, aber auch nicht herausragend.
Zum Inhalt: Das Buch versprach eine herzzerreißende Liebesgeschichte über das Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen zu werden. Ob es mich wirklich so berührte wie ich es erhoffte, erfahrt ihr hier.
Die Geschichte fängt mit dem Tag der Beerdigung von Roses Mutter an. An eben diesem Tag entdeckt Rose das Survival Kit - eine braune Tüte die ihre Mutter vor allem für ihre Schüler und deren Eltern gebastelt hat - doch sie öffnet sie (noch) nicht.
Als sie es schließlich doch ein paar Monate später tut, beginnt ihr Prozess der Trauerverarbeitung richtig. Sie überlegt sich zu jedem Gegenstand, was ihre Mutter wohl wollte und kommt dadurch Will näher.
Will und Rose sind beide sehr sympathische Protagonisten. Sie werden zwar wohl keinen dauerhaften Eindruck bei mir erhalten, aber es war trotzdem angenehm zu lesen. Mir gefiel, wie beide sich entwickeln, wie sie in Laufe ihrer Beziehung ihre Trauer verarbeiten und wieder glücklich werden.
Doch auch wenn die Geschichte ja eigentlich eine ans Herz gehende ist von der Thematik her, konnte mich das Buch nicht richtig berühren. 
Zum einen lag das wohl daran, dass ich bis jetzt noch keine Person aus meinem familiären Umfeld verloren habe und ich mich deshalb nicht ganz in der Geschichte wiederfinden konnte.
Zum anderen störte mich bei romantischen Momenten immer wieder der Schreibstil der Autorin. 
Als sich Will und Rose zum Beispiel das erste Mal küssen, wurde statt der Gefühlswelt von Rose eher nüchtern die Handlung erzählt. Dadurch konnten bei mir irgendwie nicht so richtig Emotionen hochkochen und ich fühlte mich nicht so richtig verbunden mit diesem Paar.
Das Ende war ein gelungener Abschluss und zurück blieb ich mit der Frage, was mache ich jetzt mit diesem Buch, dass eigentlich gut war, aber doch so nicht richtig gut?

Fazit: Schöne Geschichte, konnte mich aber nicht emotional berühren. 4 von 5 Sternen.


LG SweetSummernights♥♥ 

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